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Kündigung

Gestern wurde ich gekündigt bzw. mein Ausbildungsverhältnis wurde beendet...Ganz plötzlich. Mitten am Mittag. Ich war völlig am Ende. Ich hab nur noch geheult und völlig dicht gemacht. Ich wurde richtig trotzig und wurde böse. Ich konnte das nicht mehr steuern. In dem Moment werde ich davon beherrscht. Aber hinterher kann ich darüber ganz toll refelektieren. Argh, wieso kann ich dann nicht gleich vorher gegensteuern? Es geht aber nicht. Meine Chefin meinte zu meiner Trotzreaktion, dem rumheulen und dem dichtmachen dann, dass das typisch für meine Krankheit sei. Das hat mich so aggressiv gemacht und ich hab sie angegiftet woher SIE das denn wissen will? Eigentlich wurde mir die Nachricht sehr mitfühlend übergeben. Eine Arbeitskollegin war auch dabei. Meine Chefin wollte dann meinem Freund bescheid geben, damit e weiß wie es mir geht, wenn er nach Hause kommt. Ich war dagegen. (Trotzdem hat sie später mit ihm geredet wie auch immer sie das geschafft hat. Sie wusste ja 1. seinen Nachnamen nicht und zweitens wunderte es mich, dass sie noch wusste wo er arbeitet´bzw. wusste sie anscheinend nur "Agentur für Arbeit", denn mein Freund wurde von Stuttgart aus mit ihr verbunden. Sie hat echt alles in Bewegung gesetzt um ihn zu erreichen. Unglaublich...) Mir wurde das Gespräch auch irgendwann zu viel. Ich bin aufgestanden und habe gesagt, dass ich jetzt gehen werde. Die Arbeitskollegin machte sich Sorgen und wollte mich nicht gehen lassen. Meine Chefin meinte aber, dass sie mich lassen soll. Also schnappte ich meine Sachen, gab meiner Chefin die Schlüssel der Buchhandlung und das Namensschild und bin gegangen. Ich lief weg. Heulend und aufgewühlt. Plötzlich hatte ich Angst. Angst vor mir selbst. Ich war verzweifelt. Ich überlegte, ob ich zurückgehen sollte. Mir wurde von der Arbeitskollegin angeboten, dass sie mit mir spazieren geht und mich heimfährt. Ich konnte das in dem Moment aber nicht annehmen. Aber als ich allein war, wollte ich das meine Arbeitskollegin sich um mich kümmert. Ich überlegte, ob ich im Laden anrufen soll um die Arbeitskollegin zu holen. Als ich aber zurückschaute, sah ich schon wie sie auf mich zu lief. Es beruhigte mich und ich wartete ein paare Schritte weiter mit Blick auf den Rhein auf sie. Sie stellte sich neben mich und wir schwiegen erstmal. Bis sie das Gespräch begann mit der nachfrage, was ich vor dem Beginn der Ausbildung in der Buchhandlung gemacht hätte. Wir gingen spazieren und dann einen Eisbecher essen. Sie hat mich eingeladen. Sie war so lieb zu mir und interessierte sich total für meine Situation. Irgendwann rief sie noch im Geschäft an um zu fragen ob sie dort noch gebraucht wird "noch freie Hand hat". Sie musste nicht unbedingt zurück zur Arbeit. Ich sprach dann auch noch kurz mit meiner nun ehemaligen Chefin und entschuldigte mich für mein Verhalten. Sie reagierte ganz lieb, meinte, dass ich mich dafür nicht entschuldigen müsse und dass sie ja erwartet hatte, dass ich so reagiere. Zweieinhalb Stunden kümmerte sich die Arbeitskollegin also um mich und das war auch gut so. So war ich hinterher stabiler und konnte etwas besser mit allem umgehen. Auf dem Weg nach Hause und daheim hatte ich noch mal Heulanfälle, aber dann ging es wieder. Ich verdränge die Situation momentan ganz extrem und es kommt so irreal vor...Ich werde nach Ostern in der Klinik anrufen und erzählen, dass mir gekündigt wurde. Hoffentlsich sehen sie die Aufnahme dann mal als dringender an.

Achja, ich verstehe meine Chefin übrigens sehr gut. Die Buchhandlung hat nur ein kleines Team und da ist jemand wie ich nicht tragbar. Ich bin eine tickende Zeitbombe...An meiner Arbeit lag es nicht. Ich habe gut gearbeitet, dass betonte meine Chefin auch. Auch dass sie mich sehr, sehr mag und dass sie mein Lächelnd und meinen Charme (ja, so nannte sie es) bezaubernd fände. Ich bin also auf niemanden sauer. Ich gebe keinem außer mir die Schuld an der Situation und ich stecke fest zwischen aufgeben und kämpfen. Wenn ich nur wüsste wie es weitergeht...

22.4.11 13:49


Die Geschichte einer Hassliebe

Wie befreit man sich von etwas, von dem man psychisch und physisch abhängig ist? Wie wird man etwas los zu dem man eine extreme Hassliebe führt? Etwas was man braucht um klar zu kommen? Aber wo man auch weiß wie viel schlechter es einem danach geht. Etwas das einem am leben hält, einem aber auch immer wieder die Todessehnsucht verstärkt. Etwas was einen schwächer und kaputter macht, aber auch beruhigt und ablenkt. Wie kann man etwas mögen und brauchen, was man über alles hasst? Wie kann man es brauchen, wenn es einen zerstört?

Wie befreit man sich vom zwanghaften Essen? Wie macht man einen Entzug vom täglichen Überessen? Ich würde alles dafür geben in der Mitte des Normalgewichts zu liegen und normal essen zu können. Essen nur wenn ich Hunger habe und aufhören wenn ich satt bin. Nicht essen um Gefühle und Probleme "auszuschalten", mich abzulenken und im Moment des Essens den Schmerz zu vergessen. Was hilft es, wenn es mir hinterher noch viel schlechter geht? Ich mich noch mehr hasse, weil ich aufgehe wie ein Hefeteig? Von Woche zu Woche fetter werde und immer größere Kleidung kaufen muss. Ist es das wert? Nein und das weiß ich auch. Wieso also kann ich den Scheiß nicht lassen? Wieso schaffe ich es nicht diese Sucht aufzugeben? Gegen sie anzukämpfen? Wieso fängt es jeden Tag von vorne an?

Das mit der Klinik nervt mich langsam auch. Mein Psychiater hat mich vor 2,5 Wochen angemeldet. Gestern kam ein Brief. Ich muss schon wieder den Selbstauskunftsbogen ausfüllen. Den muss man für diese Station immer ausfüllen. Was mich daran stört ist, dass ich diesen Bogen Ende Februar erst ausgefüllt habe. Dann war eben dieses Vorgespräch bei dem ich mich nicht ausdrücken konnte und nun hat mein Psychiater mich dort wie gesagt erneut angemeldet. Aber wieso muss ich schon wieder diesen Bogen ausfüllen? Es ist doch nichts anders als im Februar! Die sollen mich lieber schnell aufnehmen, damit ich endlich wieder Therapie bekomme. Ich weiß wie sehr ich es nötig habe momentan...

13.4.11 20:55


She's a broken girl... + Edit

Verdammt, vorhin wusste ich noch was ich schreiben will, aber jetzt wo ich direkte davor sitze ist alles weg...ich hasse das! Geht mir aber immer und bei allem so.

Die letzte Woche war wie so meistens die meiste Zeit beschissen. Ich war fast immer scheiße drauf und depressiv. Meine Chefín meinte auch mal, ich soll ich nicht zu viel lachen (war natürlich ironisch gemeint, weil ich bei der Arbeit kaum fröhlich war. Erst Samstag, was dann sofort positiv aufgefallen ist. Aber warum da die Stimmung besser war weiß ich nicht mehr). Gestern war ich mit meiner kleinen (Halb-)Schwester (6 Jahre) und meinem Freund unterwegs. Wir waren bei zwei verschiedenen verkaufsoffenen Sonntagen. War ganz nett. Ich lieb die Kleine ja total. Sie ist wie meine eigene Tochter. Bei dem Kurztrip war meine Stimmung auch ganz okay, abends aber wieder zum kotzen. Vor zwei Tagen war die Stimmung wie gesagt eben auch viel besser als den Rest der Woche. Obwohl ich auch nicht verstand weshalb. Es hielt auch bis spätabends. Dann kippte es aber wieder ins Extreme. Ich war stark depressiv, traurig, ich hasste mich über alles und ich sehnte mich nach dem Tod. Momentan hab ich eh das Problem, dass sich in so Situationen, in denen ich mich überfordert fühle/ überfordert bin, ich mich noch mehr hasse als sowieso schon, mir alles zu viel ist usw. ich sofort gedanklich SuizidPLÄNE entwerfe...das macht mir Angst...ich hab wirklich Angst vor mir. Angst, dass ich irgendwas Blödes mache...zwar würde das nicht tödlich enden, weil ich ja zu feige bin, aber sehr selbstschädigend wär es sicher allemal...

Ich hab heute mal meine Chefin gefragt, ob sie meinen Psychiater angerufen hat, weil sie ja unbedingt mit dem reden wollte. Sie hat mit ihm gesprochen. Jetzt weiß ich wenigstens, dass der Arzt wirklich in der Klinik angerufen hat um mich anzumelden. Ich dachte ja schon er hätte es vergessen...

Bei der Arbeit hat sich auch so viel verändert. Oder sollte sich ändern. Ab heute. So hätte es die Chefin gern. D.h. wir Mitarbeiterinnen dürfen uns hinter der Kasse nicht mehr privat unterhalten. Dürfen uns nicht mehr hinsetzen (tun wir sowieso kaum, da es nur einen Bürostuhl gibt). Den Computer hinter der Kasse dürfen wir auch kaum noch benutzen, weil es unhöflich sei, da man so den Kunden den Rücken hinstreckt. Es darf sowieso nur noch einer hinter der Kasse stehen. Ans Telefon muss man auch gehen, wenn man grad einen Kunden bedient. Man muss den Anrufenden eben zurückrufen Außerdem muss ich jetzt jeden Tag bis 18.30 Uhr arbeiten.  Immer 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr mit 1,5 Stunden Mittagspause. Find ich scheiße. Das macht einen ganze Dreiviertelstunde aus, die ich jeden Tag später Zuhause bin. Ich war so am Ende nach der Teambesprechung heute Morgen. Das war mir gleich wieder alles wieder zu viel...Ich musste mich so zusammenreißen nicht zu heulen. Ich verstehe es ja selbst nicht. Nur wegen sowas fertig zu sein...Es ist so grässlich.

Im zwischenmenschlichen Bereich ist es auch mal wieder sehr, sehr extrem. Mit meinem Freund bin ich z.B. andauernd nur noch am streiten. Letzte Woche hatte ich sogar so einen Wahn, dass ich ihn rausschmeißen wollte und behauptet habe, dass ich einen anderen liebe und nicht mehr ihn. Obwohl das ganz und gar nicht der Wahrheit entsprach. In Freundschaften ist es auch schwierig. Auch wenn ich grad relativ gute Kontakte habe fühle ich mich einsam, isoliert, einfach anders. Und es tut weh. Verdammt weh. Jedes Mal. Immer und immer wieder. Wird das jemals aufhören? Ich möchte doch nur normal sein. Glücklich sein. Normale Freundschaften haben.

Ich hoffe, dass ich bald in der Klinik augenommen werde, dass die Wartezeit nicht mehr so lange ist...Ich fühle mich psychisch so schwach und ich hab nur noch wenige gute, glückliche Momente...

Edit: Jetzt hab ich ganz mein leidiges "Lieblingsthema" vergessen...Ja ja, das "liebe" Essen. Es ist immer noch dasselbe! (Ach ne...) Ich werde jeden Tag fetter und hasse mich jeden Tag mehr. Ganz toll. Was soll's. Ich hab mich mit der Fresserei und meinem fetten Ich schon fast abgefunden. Es ist zur Gewohnheit geworden. Ein Zwang, eine Sucht, die zur Gewohnheit wurde. Ja, was soll's. Immerhin war ich einmal in meinem Leben dünn. Auch wenn es nur kurz war. Es ist wie es ist. Ich hab keine Kraft mehr dagegen anzukämpfen...Essen ist das einzige, das mich noch ablenkt von all meinen psychischen Schmerzen...mein Lebenselixier...

11.4.11 21:39


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