Startseite
  Über...
  Archiv
  Was ist Borderline?
  Selbstschädigendes Verhalten
  Dialektisch behaviorale Therapie - DBT
  Was ein Borderliner lernen sollte
  Achtsamkeit
  Notfallkoffer nach der DBT
  Emotionale Misshandlung
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Freunde
   
    anele

   
    noellecatherine

   
    zuckertopfkind

   
    eskimoherz

   
    dreaming.loud

    - mehr Freunde



http://myblog.de/borderlinedestiny

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Letzte Woche

In meinem Kopf schwirrt andauernd ein "Entweder ich nehme 20 Kg ab oder ich bringe mich um" herum...Aber ich weiß, dass ich beides nicht auf die Reihe kriege. Für Selbstmord bin ich zu feige (glaub ich zumindest^^) und abnehmen geht gar nicht wegen der f*ckung Fresssucht...Im Gegenteil...Ich nehme immer mehr zu...Essen als Überlebensstrategie, als Ablenkung, zum Probleme runterschlingen und noch mehr Gründe zu haben mich noch mehr zu hassen...Ja, ich hasse mich so noch mehr. So FETT. Mein Freund wollte Samstag Sommerklamotten kaufen gehen. Ich bin mitgegangen und dachte, dass ich auch mal schauen könnte, da mir nichts mehr passt. Ein Fehler. Ich hab mir ein paar T-Shirts geschnappt, bin in die Umkleide und wäre vor Wut und Hass auf mich selbst fast ausgerastet. Ich hätte am liebsten losgebrüllt, den Spiegel eingeschlagen. Mir passten die T-Shirts in L zwar, aber es sah FÜRCHTERLICH aus. Die dicken Armen quollen heraus, der Bauch und der Hüftspeck zeichneten sich ab. Ich schmiss die Kleider auf ein Regal und verließ mit einem "Ich warte draußen!" zu meinem Freund den Laden. Dann hatte ich übelst schlechte Laune. Hab mich noch total mit meinem Freund verkracht, ihn angebrüllt. Zuhause hab ich mich sofort auf mein Bett geschmissen und geschlafen. Schlafen ist mein bester Skill. Leider kann man nicht immer und überall schlafen...

Auch so war die Woche nich besonders toll. Gestern beim Kuchenessen bei meiner Tante hab ich mich mit meiner Schwester in die Haare gekriegt- wie immer halt. Gut, dass wir nicht mehr im selben Haus wohnen. Das war echt schlimm mit uns zwei. Wir hätten uns noch irgendwann gegenseitig umgebracht^^ Letzte Woche Dienstag war ich bei meinem Psychiater. Wir haben ausgemacht, dass er mich in der Klinik anmeldet. Bis jetzt hab ich noch nichts von der Klinik gehört. Hoffentlich hat er nicht vergessen anzurufen...Könnte nämlich sein, weil er grad  sehr gestresst ist. Ersten hat er abnorm viele Patienten und zweitens hat der andere Psychiater der Gemeinschaftspraxis grad Urlaub. Wär halt blöd wenn er es vergessen hat. Meine Chefin will ja endlich wissen, ob und wann ich bei der Arbeit fehle. Wegen der Planung. Und ich will Therapie machen. Ich will ja gesund werden. Oder zumindest etwas was dem näher kommt...

Aber hey, wisst ihr was toll ist? Ich hab die mir selbst auferlegte Schokoladenfastenzeit bist jetzt super durchgehalten. Immerhin etwas was ich hinbekommen habe. Hoffentlich schaff ich den Rest auch noch. Die Hälfte der Fastenzeit ist ja jetzt rum.

4.4.11 21:43


She's a broken girl... + Edit

Verdammt, vorhin wusste ich noch was ich schreiben will, aber jetzt wo ich direkte davor sitze ist alles weg...ich hasse das! Geht mir aber immer und bei allem so.

Die letzte Woche war wie so meistens die meiste Zeit beschissen. Ich war fast immer scheiße drauf und depressiv. Meine Chefín meinte auch mal, ich soll ich nicht zu viel lachen (war natürlich ironisch gemeint, weil ich bei der Arbeit kaum fröhlich war. Erst Samstag, was dann sofort positiv aufgefallen ist. Aber warum da die Stimmung besser war weiß ich nicht mehr). Gestern war ich mit meiner kleinen (Halb-)Schwester (6 Jahre) und meinem Freund unterwegs. Wir waren bei zwei verschiedenen verkaufsoffenen Sonntagen. War ganz nett. Ich lieb die Kleine ja total. Sie ist wie meine eigene Tochter. Bei dem Kurztrip war meine Stimmung auch ganz okay, abends aber wieder zum kotzen. Vor zwei Tagen war die Stimmung wie gesagt eben auch viel besser als den Rest der Woche. Obwohl ich auch nicht verstand weshalb. Es hielt auch bis spätabends. Dann kippte es aber wieder ins Extreme. Ich war stark depressiv, traurig, ich hasste mich über alles und ich sehnte mich nach dem Tod. Momentan hab ich eh das Problem, dass sich in so Situationen, in denen ich mich überfordert fühle/ überfordert bin, ich mich noch mehr hasse als sowieso schon, mir alles zu viel ist usw. ich sofort gedanklich SuizidPLÄNE entwerfe...das macht mir Angst...ich hab wirklich Angst vor mir. Angst, dass ich irgendwas Blödes mache...zwar würde das nicht tödlich enden, weil ich ja zu feige bin, aber sehr selbstschädigend wär es sicher allemal...

Ich hab heute mal meine Chefin gefragt, ob sie meinen Psychiater angerufen hat, weil sie ja unbedingt mit dem reden wollte. Sie hat mit ihm gesprochen. Jetzt weiß ich wenigstens, dass der Arzt wirklich in der Klinik angerufen hat um mich anzumelden. Ich dachte ja schon er hätte es vergessen...

Bei der Arbeit hat sich auch so viel verändert. Oder sollte sich ändern. Ab heute. So hätte es die Chefin gern. D.h. wir Mitarbeiterinnen dürfen uns hinter der Kasse nicht mehr privat unterhalten. Dürfen uns nicht mehr hinsetzen (tun wir sowieso kaum, da es nur einen Bürostuhl gibt). Den Computer hinter der Kasse dürfen wir auch kaum noch benutzen, weil es unhöflich sei, da man so den Kunden den Rücken hinstreckt. Es darf sowieso nur noch einer hinter der Kasse stehen. Ans Telefon muss man auch gehen, wenn man grad einen Kunden bedient. Man muss den Anrufenden eben zurückrufen Außerdem muss ich jetzt jeden Tag bis 18.30 Uhr arbeiten.  Immer 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr mit 1,5 Stunden Mittagspause. Find ich scheiße. Das macht einen ganze Dreiviertelstunde aus, die ich jeden Tag später Zuhause bin. Ich war so am Ende nach der Teambesprechung heute Morgen. Das war mir gleich wieder alles wieder zu viel...Ich musste mich so zusammenreißen nicht zu heulen. Ich verstehe es ja selbst nicht. Nur wegen sowas fertig zu sein...Es ist so grässlich.

Im zwischenmenschlichen Bereich ist es auch mal wieder sehr, sehr extrem. Mit meinem Freund bin ich z.B. andauernd nur noch am streiten. Letzte Woche hatte ich sogar so einen Wahn, dass ich ihn rausschmeißen wollte und behauptet habe, dass ich einen anderen liebe und nicht mehr ihn. Obwohl das ganz und gar nicht der Wahrheit entsprach. In Freundschaften ist es auch schwierig. Auch wenn ich grad relativ gute Kontakte habe fühle ich mich einsam, isoliert, einfach anders. Und es tut weh. Verdammt weh. Jedes Mal. Immer und immer wieder. Wird das jemals aufhören? Ich möchte doch nur normal sein. Glücklich sein. Normale Freundschaften haben.

Ich hoffe, dass ich bald in der Klinik augenommen werde, dass die Wartezeit nicht mehr so lange ist...Ich fühle mich psychisch so schwach und ich hab nur noch wenige gute, glückliche Momente...

Edit: Jetzt hab ich ganz mein leidiges "Lieblingsthema" vergessen...Ja ja, das "liebe" Essen. Es ist immer noch dasselbe! (Ach ne...) Ich werde jeden Tag fetter und hasse mich jeden Tag mehr. Ganz toll. Was soll's. Ich hab mich mit der Fresserei und meinem fetten Ich schon fast abgefunden. Es ist zur Gewohnheit geworden. Ein Zwang, eine Sucht, die zur Gewohnheit wurde. Ja, was soll's. Immerhin war ich einmal in meinem Leben dünn. Auch wenn es nur kurz war. Es ist wie es ist. Ich hab keine Kraft mehr dagegen anzukämpfen...Essen ist das einzige, das mich noch ablenkt von all meinen psychischen Schmerzen...mein Lebenselixier...

11.4.11 21:39


Die Geschichte einer Hassliebe

Wie befreit man sich von etwas, von dem man psychisch und physisch abhängig ist? Wie wird man etwas los zu dem man eine extreme Hassliebe führt? Etwas was man braucht um klar zu kommen? Aber wo man auch weiß wie viel schlechter es einem danach geht. Etwas das einem am leben hält, einem aber auch immer wieder die Todessehnsucht verstärkt. Etwas was einen schwächer und kaputter macht, aber auch beruhigt und ablenkt. Wie kann man etwas mögen und brauchen, was man über alles hasst? Wie kann man es brauchen, wenn es einen zerstört?

Wie befreit man sich vom zwanghaften Essen? Wie macht man einen Entzug vom täglichen Überessen? Ich würde alles dafür geben in der Mitte des Normalgewichts zu liegen und normal essen zu können. Essen nur wenn ich Hunger habe und aufhören wenn ich satt bin. Nicht essen um Gefühle und Probleme "auszuschalten", mich abzulenken und im Moment des Essens den Schmerz zu vergessen. Was hilft es, wenn es mir hinterher noch viel schlechter geht? Ich mich noch mehr hasse, weil ich aufgehe wie ein Hefeteig? Von Woche zu Woche fetter werde und immer größere Kleidung kaufen muss. Ist es das wert? Nein und das weiß ich auch. Wieso also kann ich den Scheiß nicht lassen? Wieso schaffe ich es nicht diese Sucht aufzugeben? Gegen sie anzukämpfen? Wieso fängt es jeden Tag von vorne an?

Das mit der Klinik nervt mich langsam auch. Mein Psychiater hat mich vor 2,5 Wochen angemeldet. Gestern kam ein Brief. Ich muss schon wieder den Selbstauskunftsbogen ausfüllen. Den muss man für diese Station immer ausfüllen. Was mich daran stört ist, dass ich diesen Bogen Ende Februar erst ausgefüllt habe. Dann war eben dieses Vorgespräch bei dem ich mich nicht ausdrücken konnte und nun hat mein Psychiater mich dort wie gesagt erneut angemeldet. Aber wieso muss ich schon wieder diesen Bogen ausfüllen? Es ist doch nichts anders als im Februar! Die sollen mich lieber schnell aufnehmen, damit ich endlich wieder Therapie bekomme. Ich weiß wie sehr ich es nötig habe momentan...

13.4.11 20:55


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung