Startseite
  Über...
  Archiv
  Was ist Borderline?
  Selbstschädigendes Verhalten
  Dialektisch behaviorale Therapie - DBT
  Was ein Borderliner lernen sollte
  Achtsamkeit
  Notfallkoffer nach der DBT
  Emotionale Misshandlung
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Freunde
   
    anele

   
    noellecatherine

   
    zuckertopfkind

   
    eskimoherz

   
    dreaming.loud

    - mehr Freunde



http://myblog.de/borderlinedestiny

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Kündigung

Gestern wurde ich gekündigt bzw. mein Ausbildungsverhältnis wurde beendet...Ganz plötzlich. Mitten am Mittag. Ich war völlig am Ende. Ich hab nur noch geheult und völlig dicht gemacht. Ich wurde richtig trotzig und wurde böse. Ich konnte das nicht mehr steuern. In dem Moment werde ich davon beherrscht. Aber hinterher kann ich darüber ganz toll refelektieren. Argh, wieso kann ich dann nicht gleich vorher gegensteuern? Es geht aber nicht. Meine Chefin meinte zu meiner Trotzreaktion, dem rumheulen und dem dichtmachen dann, dass das typisch für meine Krankheit sei. Das hat mich so aggressiv gemacht und ich hab sie angegiftet woher SIE das denn wissen will? Eigentlich wurde mir die Nachricht sehr mitfühlend übergeben. Eine Arbeitskollegin war auch dabei. Meine Chefin wollte dann meinem Freund bescheid geben, damit e weiß wie es mir geht, wenn er nach Hause kommt. Ich war dagegen. (Trotzdem hat sie später mit ihm geredet wie auch immer sie das geschafft hat. Sie wusste ja 1. seinen Nachnamen nicht und zweitens wunderte es mich, dass sie noch wusste wo er arbeitet´bzw. wusste sie anscheinend nur "Agentur für Arbeit", denn mein Freund wurde von Stuttgart aus mit ihr verbunden. Sie hat echt alles in Bewegung gesetzt um ihn zu erreichen. Unglaublich...) Mir wurde das Gespräch auch irgendwann zu viel. Ich bin aufgestanden und habe gesagt, dass ich jetzt gehen werde. Die Arbeitskollegin machte sich Sorgen und wollte mich nicht gehen lassen. Meine Chefin meinte aber, dass sie mich lassen soll. Also schnappte ich meine Sachen, gab meiner Chefin die Schlüssel der Buchhandlung und das Namensschild und bin gegangen. Ich lief weg. Heulend und aufgewühlt. Plötzlich hatte ich Angst. Angst vor mir selbst. Ich war verzweifelt. Ich überlegte, ob ich zurückgehen sollte. Mir wurde von der Arbeitskollegin angeboten, dass sie mit mir spazieren geht und mich heimfährt. Ich konnte das in dem Moment aber nicht annehmen. Aber als ich allein war, wollte ich das meine Arbeitskollegin sich um mich kümmert. Ich überlegte, ob ich im Laden anrufen soll um die Arbeitskollegin zu holen. Als ich aber zurückschaute, sah ich schon wie sie auf mich zu lief. Es beruhigte mich und ich wartete ein paare Schritte weiter mit Blick auf den Rhein auf sie. Sie stellte sich neben mich und wir schwiegen erstmal. Bis sie das Gespräch begann mit der nachfrage, was ich vor dem Beginn der Ausbildung in der Buchhandlung gemacht hätte. Wir gingen spazieren und dann einen Eisbecher essen. Sie hat mich eingeladen. Sie war so lieb zu mir und interessierte sich total für meine Situation. Irgendwann rief sie noch im Geschäft an um zu fragen ob sie dort noch gebraucht wird "noch freie Hand hat". Sie musste nicht unbedingt zurück zur Arbeit. Ich sprach dann auch noch kurz mit meiner nun ehemaligen Chefin und entschuldigte mich für mein Verhalten. Sie reagierte ganz lieb, meinte, dass ich mich dafür nicht entschuldigen müsse und dass sie ja erwartet hatte, dass ich so reagiere. Zweieinhalb Stunden kümmerte sich die Arbeitskollegin also um mich und das war auch gut so. So war ich hinterher stabiler und konnte etwas besser mit allem umgehen. Auf dem Weg nach Hause und daheim hatte ich noch mal Heulanfälle, aber dann ging es wieder. Ich verdränge die Situation momentan ganz extrem und es kommt so irreal vor...Ich werde nach Ostern in der Klinik anrufen und erzählen, dass mir gekündigt wurde. Hoffentlsich sehen sie die Aufnahme dann mal als dringender an.

Achja, ich verstehe meine Chefin übrigens sehr gut. Die Buchhandlung hat nur ein kleines Team und da ist jemand wie ich nicht tragbar. Ich bin eine tickende Zeitbombe...An meiner Arbeit lag es nicht. Ich habe gut gearbeitet, dass betonte meine Chefin auch. Auch dass sie mich sehr, sehr mag und dass sie mein Lächelnd und meinen Charme (ja, so nannte sie es) bezaubernd fände. Ich bin also auf niemanden sauer. Ich gebe keinem außer mir die Schuld an der Situation und ich stecke fest zwischen aufgeben und kämpfen. Wenn ich nur wüsste wie es weitergeht...

22.4.11 13:49
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


isa / Website (22.4.11 14:06)
oh nein, das tut mir wirklich total leid!!!!!!!!!!!


stellinchen / Website (22.4.11 22:49)
Oh je..
Mir auch..
Weisst Du, mir ging es häufig ähnlich, und hinterher ist man dann zwar nicht froh, wie es kam, [das sagen immer alle zu mir - dass ich irgendwann froh drüber bin ^^], aber es ist okay.
Das mit den Ausrastern kenn ich ja gut, und dass Du es reflektieren kannst ist ein Anfang.
Das kannst Du ja als Therapieziel mal anstreben, das unter Kontrolle zu bringen.

Liebe Grüße

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung