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Selbstschädigendes Verhalten - Selbstverletzendes Verhalten (SVV)

 Das Hauptmerkmal der Borderliner nach außen ist meist das selbstschädigende oder selbstverletzende Verhalten. Dieses Verhalten beschreibt das gegen sich selbst gerichtete Zufügen von Verletzungen und Beschädigungen des Körpers.

Dabei gibt es verschiedene Varianten, die besonders häufig vorkommen:

  • Typisch sind Schnitte durch Messer, Scherben, Rasierklingen oder andere scharfe Gegenstände. Dabei reicht die Tiefe der Wunden von "nur" oberflächlich bis zu wirklich tief.
  • Zufügen von Wunden durch Kratzen bzw. das immer wieder von neuem Aufkratzen alter Wunden
  • Fingernägel abreißen oder abbeißen bis zum Nagelbett - Das Ausreißen der Haare am Körper
  • Das Schlagen mit dem Kopf an Wände oder auf Tische - Das Schlucken von Medikamenten oder auch Chemikalien, wie z.B. Spülmittel
  • Auspowern des Körpers durch Sport bis zur totalen Kraftlosigkeit
  • Hungern bis zum Zusammenbruch
  • Sich selbst schlagen

Es werden also dem Körper absichtlich Wunden oder andere Schädigungen zugefügt.

Riskantes Verhalten

Es gibt jedoch auch ein indirektes Verhalten, das in das selbstschädigende Verhalten mit einspielt.

Hierzu gehören Aktionen wie:

Schnelles Autofahren, Klettern ohne Seil, Balancieren über große Höhen, riskanter Sex, Kleptomanie usw.. Es wird also in Kauf genommen, durch Unfälle Verletzungen zu erleiden, die bis in den Tod führen können bzw. durch auffälliges Verhalten, die soziale Situation zu schädigen.

Sucht als selbstschädigendes Verhalten

Zum selbstschädigenden Verhalten zählt zudem die große Untergruppe der Süchte, die ebenfalls zum selbstschädigenden Verhalten gehören können.

Dazu zählen unter anderem:

  • Alkoholsucht
  • Tabaksucht
  • Medikamente
  • Spielsucht
  • Illegale Drogen
  • Arbeitssucht
  • Kaufsucht

Man hat inzwischen herausgefunden, daß viele Süchte durch psychologische Störungen ausgelöst werden, zum Beispiel eben Persönlichkeitsstörungen.

Es liegen Zahlen vor, nach denen Besucher von Suchthilfe-Stationen bis zu 50% an einer Persönlichkeitsstörung leiden, von diesen 50% ist wiederum ein Drittel ein Borderliner.

Es besteht also ein enger Zusammenhang zwischen Borderline und Sucht.

Warum entsteht eine Abhängigkeit gerade bei Borderlinern?

 Borderliner leiden ja oft an einer inneren Leere und Langeweile, sie sind unmotiviert, spüren Druck oder sind depressiv. Durch Drogen können diese Gefühle sich plötzlich umdrehen: Sie spüren Glück, sind euphorisch, fühlen sich stark oder mutig. Allerdings hält dieses Gefühl nicht lange an oder genauer gesagt so lange, so lange die Droge wirkt. Um wieder das schöne Gefühl zu erleben, wird wiederum die Droge konsumiert, ein Teufelskreis entsteht.

Essstörungen

Besonders bei Frauen ist zu beobachten, daß zu einer Borderline-Störung oftmals auch eine Essstörung hinzukommt. Meist ist dies eine Esssucht oder eine Ess-Brech-Sucht. Beides ist eine typische Folge von inpulsivem Verhalten, das nicht kontrolliert werden kann. Seltener ist auch eine Magersucht eine Begleiterkrankung des Borderline-Syndroms.

Esssucht - Fresssucht

Also daß viele aus Frust viel essen, hört und sieht man ja immer wieder. Die Frustschokolade oder die Tüte Chips sind ja weit verbreitet. Gefühle wie Wut und Ärger werden damit weggewischt. So weit, so gut.

Problematisch wird es jedoch, wenn dies der einzige Weg ist, mit solchen Gefühlen umzugehen. So wird das Essen schnell zur Sucht. Durch Esssucht versuchen Borderliner, die Langeweile und Leere zu überbrücken. Da dies anfänglich ja auch ganz gut funktioniert, kann schnell eine Sucht nach Essen entstehen. Von Sucht spricht man, wenn eine Kontrolle über die Mengen der Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich ist. Besonders bei Frauen treten solche Störungen immer wieder phasenweise auf. Als Folge davon schwankt das Gewicht stark, es kommt zu negativen Reaktionen aus der Umwelt, der Betroffene "frisst" wieder, der Teufelskreis beginnt von vorne.

Von einer Esssucht spricht man, wenn folgende Punkte erfüllt sind:

  • Immer wiederkehrende Fressanfälle
  • Mindestens zwei davon pro Woche während einer Dauer von sechs Monaten
  • Essen ist zwanghaft und unkontrollierbar
  • Nach dem vielen Essen leidet man unter Schuldgefühlen, Depressionen und macht sich Vorwürfe
  • Schlingen von Speisen
  • Essen bis man platzt
  • Essen ohne Hunger
  • Alleine essen aus Scham vor anderen
  • Ekel nach dem Essen, vor sich selbst und der Nahrung
Bulimie - Ess-Brech-Sucht

Leider inzwischen vielen bekannt.
Es erfolgen Fressattacken, besonders gerne mit leicht zu verzehrenden Nahrungsmitteln, die viele Kalorien enthalten. Da aber zu einer Bulimie der zwanghafte Gedanke gehört, möglichst dünn sein zu wollen, wird nach den Fressattacken alles wieder ausgebrochen oder durch Abführmittel abgeführt.

Die Attacken sind für die Betroffenen nicht kontrollierbar. Durch das wiederkehrende Essen und Brechen entsteht ein Gefühl der Minderwertigkeit und der eigenen Schwäche. So entstehen wiederum neue emotionale Krisen, die zu neuen Attacken führen.

Leider ist es so, daß die Bulimie den Körper stark schädigt. Es kann zu Herzproblemen kommen, zu Kreislaufproblemen, zu Veränderungen der Speiseröhre und der Magenschleimhäute oder zu Zahnschäden. Die Liste der Schädigungen ist jedoch zu lang, um sie hier alle aufzuführen.

Von einer Bulimie spricht man, wenn:

  • Zweimal pro Woche gegessen und gebrochen wird, das über zwei Monate
  • Keine Kontrolle über sich während des Essens
  • Danach wird alles Gegessene erbrochen oder anders abgeführt

Anorexie - Die Magersucht

Selten wird bei Borderlinern eine Magersucht festgestellt. Als Magersucht bezeichnet man ein Verhalten, das ein zwanghaftes Hungern auslöst. Während bei vielen Menschen gelegentlich der Gedanke auftaucht, daß man doch etwas abnehmen sollte, weil man ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen hat, ist bei Magersüchtigen das Abnehmen ein dauernder Vorgang. Sie fühlen sich ständig "fett" und unansehnlich. Oftmals ist mit dem Hungern auch ein exzessives körperliches Training verbunden, um noch schneller noch mehr abzunehmen.

Dabei hat ein Magersüchtiger aber tatsächlich Hunger, jedoch zwingt er sich dazu, nichts zu essen.

Durch Magersucht können viele körperliche Probleme entstehen, wie zum Beispiel ein gestörter Hormonhaushalt. Die Periode bleibt aus, der Blutdruck sinkt stark ab, der Stoffwechsel geht aufgrund der zu wenigen Nahrung auf Sparflamme, es kommt zur Blutarmut, zu Depressionen und Schlafstörungen.

Magersucht ist zudem häufig tödlich: Ungefähr jeder zehnte Magersüchtige stirbt an dieser Krankheit, und selbst bei den anderen 90 % bleiben dauerhafte Schäden zurück.

Von einer Magersucht spricht man, wenn:

  • In sehr kurzer Zeit 20 % des Gewichts verloren werden
  • Das Abnehmen wird alleine durch Nichtessen oder durch Abführen herbeigerufen
  • Übermäßiges Training

Symptome der Anorexie

  • Ständige Angst, zu fett zu sein
  • Alles dreht sich um das Körpergewicht, das Denken und das Handeln darum
  • Im Leben ist man immer perfekt bzw. versucht, es zu sein
  • Ein Mangel zur Einsicht: Man empfindet es als normal, auf sein Gewicht zu achten, merkt nicht, daß man eigentlich zu dünn ist

Binge-Eating

Das Binge Eating ist eine Essstörung, die periodisch zu Freßattacken führt. Dabei wird allerdings danach nicht gebrochen, sondern das Essen in sich gehalten. Übergewicht ist meist die Folge.

In Bezug auf Borderline hat dieses Verhalten den Hintergrund, daß emotionale Bedürfnisse durch das Essen befriedigt werden sollen. So kann der Betroffene Wut und Angst, Trauer und Einsamkeit für kurze Zeit in den Hintergrund stellen.

Typische Anzeichen:

~ Schlingen von Essen
~ Sättigung bleibt aus
~ Schuld und Scham nach dem Fressen
~ Betroffene verstecken manchmal Essen, um Vorrat zu schaffen

Ungefähr 2 % der Bevölkerung leiden unter dieser Ess-Störung in Deutschland.

Wo liegen die Ursachen für dieses selbstschädigende Verhalten?

Auch wenn man unter selbstschädigendem Verhalten meist versteht, daß es krankhaft ist, gibt es ein solches Verhalten in allen Kulturen als gesellschaftlich anerkanntes Phänomen. Wer denkt an selbstschädigendes Verhalten, wenn eine Zunge oder Brustwarze gepierct wird (von den Genitalien ganz zu schweigen...), wer denkt an selbstschädigendes Verhalten beim Alkoholtrinken oder Rauchen, wer denkt an selbstschädigendes Verhalten beim Tätowieren?

Es gibt also auch ein gesellschaftlich akzeptiertes selbstschädigendes Verhalten, welches nichts mit Borderline zu tun hat.

Wann ist aber die Grenze zur Krankheit überschritten?

Dies hängt zum Teil von der Definition ab, die von der Gesellschaft geschaffen wird. In Afrika zum Beispiel ist es durchaus üblich, sich die Haut am Bauch, den Armen oder im Gesicht einzuschneiden, so daß typische Narben entstehen. Bei uns würde das als "krank" bezeichnet werden.

Aber natürlich ist ein solches Verhalten dann wirklich krankhaft, wenn es aus einem inneren Zwang entsteht. Einem Zwang, sich zu schädigen, um dadurch bestimmte Gefühle oder Reaktionen zu erreichen.

Die Ursache für solche Zwänge ist natürlich die psychische Erkrankung. Im Hintergrund davon steht aber meist, daß die Betroffenen in der Vergangenheit einen körperlichen oder auch seelischen Mißbrauch erleiden mußten, daß sie vernachlässigt wurden und daß sie nie erlernt haben, ihre Gefühle zu beherrschen.

Einflüsse von außen und auch Gefühle in sich selbst lösen bei einem Borderliner ab einer gewissen Reizschwelle den Drang aus, sich selbst zu verletzen.

Auch wenn es für Außenstehende meist nicht so erscheinen mag, Borderliner wollen sich damit nicht selbst töten. Meist wird das selbstschädigende Verhalten dazu "verwendet", inneren Druck abzulassen, manchmal stellt es auch einen Hilferuf dar oder eine Art der Selbstbestrafung. Selbstbestrafung deswegen, weil man das Gefühl hat, wieder einmal versagt zu haben oder wie immer etwas falsch gemacht zu haben. Oder weil man eben von Grund auf böse ist oder schlecht, und weil man sich nicht geändert hat.

Die Betroffenen berichteten oft nach einer selbstschädigenden Handlung von einer Art Anfall, der außer den Wunden Erschöpfung, Kraftlosigkeit und vor allem ein schlechtes Gewissen hinterläßt.

Übrigens ist das selbstverletzende Verhalten nicht das typische Anzeichen für ein Borderline-Syndrom. Ein typisches Anzeichen für Borderline ist die Impulsivität dabei. Impulsiv, also durch plötzliche Impulse, wird der Körper selbst beschädigt.

Eine Selbstschädigung bedeutet also nicht unbedingt Borderline, besonders weil auch bei anderen psychischen Erkrankungen solche impulsiven Handlungen auftreten, zum Beispiel der manischen Depression.

Außerdem muß noch gesagt werden, daß nicht jeder Borderliner sich nach außen hin selbst schädigt.

Selbstschädigung als Appell - Hilferuf

Eine Selbstschädigung hat manchmal auch den Hintergrund eines Appels oder Hilferufes an andere. Sie wird sozusagen als Sprache verwendet, um sich an andere zu wenden. Die Betroffenen wollen also der Umwelt etwas mitteilen, worüber sie noch nicht in der Lage sind zu sprechen. Oder weil das Geschehene einfach nicht in Worte gefaßt werden kann, zum Beispiel bei Vergewaltigung oder Krieg.

Selbstschädigung zur Manipulation

Anderer Durch das Selbstverletzen bemerken Borderliner die Reaktionen ihrer Umwelt, die meist ängstlich sind, Entsetzen auslösen oder eine Hilfsbereitschaft herbeirufen. Natürlich bemerken sie diese Reaktionen und setzen sie teilweise für ihre Zwecke ein.

"Wenn es mir besonders schlecht geht, ritze ich mich, dann kümmern sich alle um mich."

So wird Aufmerksamkeit auf sich erzeugt, die sonst nicht gespürt wird.

Totale Selbstschädigung - Suizid

Die größtmögliche Selbstschädigung ist natürlich das Herbeiführen des Todes. Und tatsächlich versuchen bis zu 10% der Borderliner einen Suizid. Besonders Angehörige sollten dies immer im Hinterkopf behalten. Von einem Selbstmord allerdings sprechen alle an einem Borderline-Syndrom Erkrankten, auch wenn sie es nicht tatsächlich durchführen würden.

Wann ist man aber selbstmordgefährdet?

Von einer Neigung zur Selbsttötung spricht man, wenn:

  • Ständig Suizidgedanken oder -Ideen herrschen
  • Gestik auf eine Selbsttötung hinweisen
  • Bereits Versuche des Suizids durchgeführt wurden
  • Ein Todeswunsch besteht

Suizidgedanken

Der Betroffene denkt viel über sein Ableben nach. Was wäre, wenn ich es täte, wie wäre es ohne mich, wie könnte ich es machen? Solche Gedanken beherrschen das Denken des Betroffenen andauernd, er kann über nichts anderes mehr nachdenken.

Todeswunsch

Viele Borderliner begleitet ein Todeswunsch, der oftmals keinen besonderen Anlaß hat. Ein solcher Todeswunsch ist natürlich das ursprünglichste Element eines Suizids und auch der wichtigste Unterschied zu nicht selbstmordgefährdeten Borderlinern.

Auslöser von Suizid - Was löst eine Selbsttötung aus?

Ausgelöst wird eine Selbsttötung immer durch Stress. Unter Stress ist jedoch nicht das zu verstehen, was man in unserer Gesellschaft versteht, als zum Beispiel viel Arbeit oder gesellschaftliche Verpflichtungen.

Stress kann von vielen Faktoren ausgelöst werden, zudem gibt es guten und schlechten Stress. Guter Stress ist zum Beispiel eine Geburt, die uns viel Freude bringt, oder das sich freiwillige Messen im Wettkampf, das uns anspornt, bessere Leistungen zu erbringen.

Schlechter Stress bewirkt Negatives in uns. Wichtig bei negativem Stress ist zu wissen, wie man damit umgeht. Gesunde Menschen haben dies gelernt, Borderliner leider meist nicht.

Zudem kann man nicht generell sagen, welche Art von Stress für welche Person gefährlich ist, es ist also immer von dem Betroffenen abhängig.

Ob ein solch negativer Stress eine Selbsttötung auslöst, hängt von verschiedenen Faktoren ab

  • Der Genetik
  • Dem bisherigen Leben
  • Der seelischen und körperlichen Verfassung
  • Dem gegenwärtigen Leben
  • Der sozialen Umgebung

Man spricht in diesem Zusammenhang von einer Vulnerabilität, also einer Anfälligkeit zu suizidalem Verhalten.

Jeder Betroffene hat also "seine" spezielle Anfälligkeit, die von den oben genannten Faktoren abhängt. Wann also die Grenze zur Selbsttötung erreicht ist, ist nicht immer einfach zu bestimmen. Ist die Grenze jedoch erreicht, treten schnell Gedanken über ein "Schlußmachen" auf.

Suizid als freie Entscheidung?

Oftmals wird die Selbsttötung als logische Konsequenz bestimmter Ereignisse oder Faktoren gesehen.

Mein Leben ist schlecht, ich bin todkrank, habe kein Geld, keine Freunde, keine Arbeit, ich bin es nicht wert zu leben, falle allen zur Last, warum sollte ich weiterleben? Der Tod wäre doch viel einfacher... Und durch meinen freien Willen begehe ich dann Selbstmord...

Falsch! Nicht der freie Wille ist immer im Spiel, sondern meist eine psychische Erkrankung. Oder um es anders zu formulieren: Der Gedanke an die Selbsttötung ist eigentlich nicht das Ergebnis der widerlichen Faktoren, sondern ausgelöst durch die psychische Erkankung. Ohne die psychische Erkankung würde der Betroffene niemals auf die Idee kommen, sich selbst zu töten, sondern er würde versuchen, sein Leben zu ändern oder die auslösenden Faktoren oder Ereignisse beiseite zu schaffen.

 Depressionen und Borderline

Viele Borderliner klagen über zeitweilige depressive Phasen. Und gerade diese sind besonders gefährlich, wenn es um Selbstmord geht. es um Selbstmord geht.

In depressiven Phasen hat der Betroffene das Gefühl, alles wäre sinnlos, er ist traurig, fühlt sich leer, sieht keinen Grund "weiterzumachen", sondern empfindet es als besser, sein Leiden zu beenden.

Das Beenden des eigenen Lebens wird in einer solchen Stimmung also besonders schnell ins Auge gefasst. Liegt in einer solchen Zeit eh schon die Neigung zum Suizid vor, fällt der letzte Schritt leicht.

Was kann ich tun, wenn mir ein solches selbstschädigendes Verhalten nicht fremd ist?

Also zuerst natürlich: Zum Arzt! Der kann entscheiden, ob, und wenn ja, welche Therapie angebracht ist.

Eine solche Therapie kann helfen zu lernen, woher dieses Verhalten kommt, was es auslöst, und mit Gefühlen wie Wut und Hass oder auch andere Gefühle umzugehen, so daß der Druck in sich nicht zu groß wird und das selbstverletzende Verhalten nicht ausgelöst wird.

Möglich ist auch das Erlernen von Entspannungstechniken und auch anderen Techniken, die es erleichtern, dem Druck standzuhalten bzw. gar nicht erst zu groß werden zu lassen. Genannt sei hier die Progressive Entspannungstechnik nach Jakobson, autogenes Training, manchmal reicht aber auch ein schönes warmes Wohlfühlbad oder gar ein Spaziergang. In manchen Fällen reicht es auch, sich einfach abzulenken durch Telefonieren, Hausarbeit oder sonstwas.

Wenn es dann doch kritisch wird, gibt es die Möglichkeit, einen Krisendienst oder Seelsorger anzurufen.

Und zu guter letzt sei noch erwähnt, daß es inzwischen viele Selbsthilfegruppen von Borderlinern gibt, in denen man sich mit ebenfalls an Borderline-Syndrom Erkrankten austauschen kann. Oftmals hilft das Gefühl, verstanden zu werden und über sich selbst reden zu können, wirklich weiter.

Also nur Mut, den Kopf nicht hängen lassen, es gibt viele Möglichkeiten der Hilfe!




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